Guinea-Bissau: 124 Offiziere des Militärs und der Staatssicherheit
werden unter widerwärtigen Bedingungen festgehalten, mindestens 55 von ihnen
sind ernsthaft erkrankt und einer schon gestorben; die Offiziere sind vergangenen
November verhaftet worden, weil sie in Verbindung mit dem aufsässigen Ex-General
Ansumane Mané gebracht worden sind (ai, Presseerklärung v. 15.2.2001, AFR 20/003/2001,
L9893; UN Office
for the Coordination of Humanitarian Affairs v. 15.2.2001, L9894).
Mehr als 60 Personen, Angehörige der auch im Nachbarland Senegal lebenden Jola,
sind verhaftet worden, nachdem die Regierung das Eindringen von Rebellen der
süd-senegalesischen Befreiungsbewegung MFDC (Mouvement des forces démocratiques
de Casamance) in die Stadt Bissau gemeldet hat (UN Office for the Coordination
of Humanitarian Affairs v. 2.3.2001, M0052).
Guinea-Bissau: Kurz vor Redaktionsschluss wird eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Fraktionen der Militärführung erwartet (UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs v. 23.11.2000, L9226; idem v. 23.11.2000, L9227; ap 23.11.2000, L9211).
Guinea-Bissau: 31ehemalige Offiziere, die dem ehemaligen Präsidenten Vieira verbunden sind, wurden (erneut) inhaftiert (UN-Office for the Coordination of Humanitarian Affairs 2.8.2000, L7761).
Guinea-Bissau: Der Chef der oppositionellen Alianca socialista da Guine (ASG) und zwei Fernsehjournalisten sind verhaftet worden, nachdem der gegen den Premierminister gerichtete Korruptionsvorwurf des Oppositionspolitikers verlesen worden war (UN-Office for the Coordination of Humanitarian Affairs v. 29.5.00, L6882). ai bestätigt diesen Vorfall, beklagt zugleich die Haftbedingungen der Betroffenen, berichtet jedoch einerseits von der Freilassung der Betroffenen gegen Kaution, andererseits von weiteren Vorfällen insbes. in Bezug auf Journalisten (Presseerklärung v. 31.5.2000, AFR 30/ 003/2000, L6897).
Guinea-Bissau: Der UN-Beauftragte für Guinea-Bissau kritisierte, dass noch immer Anhänger des ehemaligen Präsidenten Vieira - zum Teil länger als ein halbes Jahr - ohne Anklageerhebung in erbärmlichen Umständen inhaftiert sind; ca. 100 Anhänger des früheren Präsidenten sind noch inhaftiert (Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten v. 9.2.2000, L5565).
Guinea-Bissau: 59 von 380 politischen Gefangenen sind aus humanitären Gründen freigelassen worden; sie seien überwiegend Anhänger des früheren Präsidenten Joao Bernardo Vieira (UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten v. 13.12.99, L5005). Später wurden offenbar noch einmal 50 - 70 Vieira-Anhänger freigelassen (UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten v. 7.1.2000, L5242).
Guinea-Bissau: Bei einem Putsch gegen den von Frankreich unterstützten Staatschef Vieira sind wahrscheinlich mehr als hundert Menschen getötet worden. (SZ 10.05.1999, N833)