Kolumbien: Unter den Augen oder sogar mit Hilfe der Armee verbreiten
Paramilitärs durch zahlreiche zielgerichtete Morde von Vertretern der Zivilgesellschaft
in der Stadt Barrancabermeja und Umgebung Angst und Schrecken (FR vom
19.3.2001, M0297).
Auch Angriffe der Paramilitärs auf die Gemeinde San Carlos im Bezirk Antioquia
lassen den Schluss auf eine Unterstützung durch Militärs zu (ai, UA v. 26.3.2001,
M0318).
Eine vom Deutschen Richterbund gegründete Stiftung hat im ersten Halbjahr 2001
42 weitere Familien von getöteten Richtern und Staatsanwälten zu betreuen
(SZ vom 29.3.2001, M0336).
Kolumbien: Auch im neuen Jahr gehen die Morde rechter Paramilitärs an vorgeblichen oder tatsächlichen Unterstützern der linken Guerilla weiter (dpa/taz v. 6.1.2000, L9496). Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Robinson bezichtigte die kolumbianische Regierung der Untätigkeit in Bezug auf die rechten Paramilitärs; insgesamt sollen im Jahr 2000 1.500 Zivilisten durch rechte Paramilitärs umgebracht worden sein; Robinson beklagte auch die bei den Paramilitärs, vor allem aber bei der linksgerichteten Guerilla FARC zu beobachtenden Entführungen zum Zwecke der Erpressung von Lösegeldern (BBC 5.12.2000, L9377). Nach Behördenangaben sind ca. 10 % der 38.820 Gewaltopfer im Jahr 2000 dem Bürgerkrieg zuzuschreiben (taz 30.12.2000, L9510). Durch den Konflikt sind mehr als 300.000 Kolumbianer heimatlos geworden (BBC 6.12.2000, L9378).
Kolumbien: Weiterhin töten Paramilitärs Zivilisten (ai, UA v. 6.11.2000, L9133).
Kolumbien: Rechte Paramilitärs haben ein weiteres Massaker unter Zivilisten
verursacht (afp 28.8.2000, L7922; afp v. 18.10.2000, L8937).
Gewerkschafter und Menschenrechtler geraten in die Schusslinie rechter Paramilitärs
(ai, UA v. 28.9.2000, AMR 23/079/2000, L8862;
ai, UA v. 4.10.2000, AMR 23/080/2000, L8864).
Kolumbien:In dem neu aufgeflammten Bürgerkrieg in Kolumbien gibt es zahlreiche Tote, die zu einem Gutteil auf die Aktivitäten von Paramilitärs (Todesschwadrone) zurückzuführen sind (NZZ, 10.7.2000, L7597; NZZ, 17.7.2000, L7627; NZZ, 20.7.2000, L7626; BBC, 13.7.2000, L7625; taz, 19.7.2000, L7478; NZZ, 12.7.2000, L7596; NNZ, 26.7.2000, L7721; FR, 24.7.2000, L7720).