Libanon: Der ehemalige Geheimdienstchef der SLA wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt (ap/taz v. 30.3.2001, M0344).
Libanon: ai sieht erneut ausländische Asylsuchende und Flüchtlinge
in Gefahr, im Libanon verhaftet, gefoltert und abgeschoben zu werden (ai, Presseerkl.
v. 26.2.2001, M0003).
In den nächsten Monaten sollen 10 Mörder hingerichtet werden (BBC v. 9.2.2001,
M0045).
Libanon: Die von syrischen Sicherheitskräften nach Syrien verschleppten politischen Gefangenen sollen im Dezember 2000 libanesischen Sicherheitskräften übergeben worden sein; nach Angaben aus Oppositionskreisen soll es in Syrien 150 libanesische politische Gefangene gegeben haben (BBC 6.12.2000, L9374). Offenbar wurde ein Teil der Übergebenen sodann von libanesischen Kräften freigelassen (ai, Presseerklärung v. 12.12.2000, L9293; BBC 18.12.2000, L9755).
Libanon: Mindestens 200 Asylbewerber werden nach Angaben von ai derzeit gefoltert, um sie zur Rücknahme ihrer Asylanträge zu zwingen (UA v. 18.10.2000, MDE 18/013/2000, L9025).
Libanon: 24 ehemalige Mitglieder der Südlibanesischen Armee SLA sind zu Haftstrafen von drei Wochen bis drei Jahren verurteilt worden (ap/NZZ v. 16.9.2000, L8829).
Libanon: 2.000 Angehörige der SLA-Miliz und andere der Kooperation mit Israel verdächtige Personen sind in unfairen Schnellverfahren mit durchschnittlich 7 Minuten Dauer pro Person verurteilt worden (ai-Presseerklärung v. 22.6.2000, MDE 18/010/2000, L7131). AP berichtet Ende Juni nur von 404 Verurteilungen (taz 26.6.2000, L7156). Die Hezbollah soll 20 Zivilisten entführt haben, um sie über ihre Verbindung zur SLA zu befragen; ein Teil der Entführten ist bald wieder freigelassen worden (BBC 26.6.2000, L7231).
Die Lebens- und politische Situation der Palästinenser
in den Lagern beleuchtet die SZ v. 8.6.2000, L7215.
Libanon:
Im Süden des Libanon forderte ein weiterer Anschlag auf
einen SLA-Kämpfer das 18. Todesopfer in diesem Jahr (Reuters v.
20.4.00, L6441). Auch Reuters/ New York Times berichten von einem
Anschlag, bei dem 4 SLA-Anhänger ums Leben gekommen sein sollen
(28.4.00, L6510).
ai und Human Rights Watch werfen der
libanesischen Regierung den Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt
gegen studentische Demonstranten (Anhänger des General Aoun)
sowie die illegitime Verurteilung dieser Personen zu
mehrwöchigen Haftstrafen durch Militärgerichte vor (ai-Presseerklärung v. 25.4.00,
L6459, HRW-Presseer-
klärung v. 30.4.00, L6581).
Libanon: 2000 Soldaten der bisher von Israel untersützten SLA sind nach dem zu erwartenden Abzug der Israelis aus der Sicherheitszone möglicherweise von Lynchjustiz, mindestens jedoch von Militärprozessen und Haft von 6 Monaten bis 2 Jahre bedroht (taz 1.4.2000, L6231). Auch die New York Times v. 30.3.2000 beschäftigt sich mit den ungewissen Aussichten der SLA-Kämpfer und ihrer Familien und rechnet mit Haftstrafen von 1 bis 3 Jahren für Soldaten und längeren Strafen für Offiziere (L6233).
Einen aufschlussreichen Hintergrundbericht zu der libanesischen Hezbollah enthält die Washington Post v. 5.4.2000, L6292.
Libanon: Sieben islamistische Führer sind Anfang des Jahres verhaftet worden (AFP 6.1.2000, 11 Uhr 09, L5218); Hintergrundinformationen und Details dazu lieferte der private Nachrichtendienst Stratfor (www.stratfor.com, Bericht v. 7.1.2000, L5247).
Zum möglicherweise wahabitischen Einfluss im Norden Libanons schreibt die NZZ v. 8.1.2000, L5268.
Libanon: Der Chef der Palästinenser-Organisation Fatah ist von einem libanesischen Gericht zum Tode verurteilt worden (BBC 28.10.99, L4508). Zwei Fatah-Offiziere wurden verhaftet (BBC 24.11.99, L4835).