Return-Path: Received: from ns.afp.com ([158.50.204.4]) by mailin06.btx.dtag.de with smtp id <11Cfrx-000EJfC>; Fri, 6 Aug 1999 11:00:54 +0200 Received: from clalc1.par.afp.com (clalc1.par.afp.com [158.50.137.51]) by ns.afp.com (8.8.6/8.8.8) with ESMTP id LAA29385 for ; Fri, 6 Aug 1999 11:00:51 +0200 (METDST) From: topic@alc.afp.com Received: (from topic@localhost) by clalc1.par.afp.com (8.8.6/8.8.6) id LAA17201; Fri, 6 Aug 1999 11:00:50 +0200 (METDST) Date: Fri, 6 Aug 1999 11:00:50 +0200 (METDST) Message-Id: <199908060900.LAA17201@clalc1.par.afp.com> X-Authentication-Warning: clalc1.par.afp.com: topic set sender to topic@alc.afp.com using -f To: zdwf-@t-online.de Subject: AFP-MAIL : Kosovo/Menschenrechte Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1 Kosovo/Menschenrechte Menschenrechtsgruppen beunruhigt über Verschollene im Kosovo = Pristina, 6. August (AFP) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) und fünf weitere Menschenrechtsgruppen sind über das Schicksal von `Tausenden von Häftlingen und Verschollenen" aus dem Kosovo besorgt. Wie die Organisationen am Freitag in Pristina gemeinsam erklärten, nahmen serbische Polizisten und Soldaten während der Nato-Bombardements zwischen dem 24. März und dem 12. Juni mehr als 2000 Kosovo-Albaner fest, die noch immer in Serbien festgehalten würden. Weitere 1500 Menschen seien verschollen. Allein in der Stadt Djakovica seien bis zum 29. Juli 1041 Menschen als vermisst gemeldet worden. Angesichts der zahlreichen Massaker im Kosovo sei zu befürchten, dass ein großer Teil oder sogar alle Vermissten getötet worden seien, hieß es in der Erklärung der Menschenrechtsgruppen. Die Organisationen forderten die serbische Regierung auf, sofort die Angehörigen der in Serbien Inhaftierten zu informieren und Anwälten den Besuch im Gefängnis zu gestatten. Sie riefen die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf Belgrad auszuüben, um die Sicherheit der Gefangenen zu gewährleisten. nau/ao