Return-Path: Received: from ns.afp.com ([158.50.204.4]) by mailin07.btx.dtag.de with smtp id <11G2T8-0008AIC>; Sun, 15 Aug 1999 17:45:12 +0200 Received: from clalc1.par.afp.com (clalc1.par.afp.com [158.50.137.51]) by ns.afp.com (8.8.6/8.8.8) with ESMTP id RAA06356 for ; Sun, 15 Aug 1999 17:45:06 +0200 (METDST) From: topic@alc.afp.com Received: (from topic@localhost) by clalc1.par.afp.com (8.8.6/8.8.6) id RAA13893; Sun, 15 Aug 1999 17:45:04 +0200 (METDST) Date: Sun, 15 Aug 1999 17:45:04 +0200 (METDST) Message-Id: <199908151545.RAA13893@clalc1.par.afp.com> X-Authentication-Warning: clalc1.par.afp.com: topic set sender to topic@alc.afp.com using -f To: zdwf-@t-online.de Subject: AFP-MAIL : Algerien/Bürgerkrieg/WZF Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1 Algerien/Bürgerkrieg/WZF Bei neuen Anschlägen in Algerien 37 Menschen getötet - Allein 29 Tote bei Attentat im Westen des Landes = Algier, 15. August (AFP) - Bei erneuten Anschlägen mutmaßlicher islamischer Fundamentalisten sind in den vergangenen Tagen in Algerien 37 Menschen getötet worden. In der Nacht zum Sonntag wurden nach Angaben der algerischen Sicherheitskräfte 29 Menschen in Beni Ounif nahe der Grenze zu Marokko ermordet. Drei Menschen seien dem Anschlag verletzt entkommen. Die algerische Presse berichtete am Samstag, dass bereits am Donnerstag bei der Explosion einer Bombe in der Stadt Tebessa im Osten des Landes vier Menschen getötet worden seien. In der Altstadt von Algier seien am gleichen Tag zwei Händler umgebracht worden. In Ain Bessem, 120 Kilometer östlich der Hauptstadt, erschossen den Presseberichten zufolge Angehörige einer bewaffnete Gruppe den Sohn eines Polizisten. Ein weiterer Mann sei in Oued Aissi, 100 Kilometer östlich von Algier, getötet worden, berichtete die Zeitung `Saud El Achrar". Bei dem seit 1992 andauernden Krieg zwischen bewaffneten islamischen Fundamentalisten und dem algerischen Staat kamen nach amtlichen algerischen Angaben bisher 30.000, nach westlichen Schätzungen mehr als 100.000 Menschen um. Seit Amtsantritt des neuen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika Ende April waren die Anschläge deutlich weniger geworden. Anfang Juni hatte die algerische Untergrundorganisation Islamische Armee des Heils einen umfassenden Gewaltverzicht verkündet. Seit Anfang August, als die Regierung ein Referendum über die Annahme des Versöhnungsaktes ankündigte, nehmen die Gewalttaten allerdings wieder zu. ilo