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Jugoslawien Protestmarsch von Serben aus Kosovo gestoppt BELGRAD/PRISTINA, 9. September (ap/dpa). Die jugoslawische Polizei hat am Donnerstag einen Protestmarsch serbischer Kosovo-Flüchtlinge verhindert, die gegen die Gleichgültigkeit der Belgrader Regierung gegenüber ihrem Leid demonstrieren wollten. Wie das Belgrader Zentrum für Menschenrechte mitteilte, waren die 80 Familien am Mittwoch aus einer Dorfschule in der Nähe der Stadt Kraljevo vertrieben worden, in der sie Unterschlupf gefunden hatten.Den insgesamt 350 Flüchtlingen war als neue Bleibe eine Ruine ohne Dach, Fenster, Strom und Wasser zugewiesen worden. Sie weigerten sich aber, dort einzuziehen. Nach einem Bericht der privaten Nachrichtenagentur Beta wurde der Anführer des Marsches festgenommen. In einem Bundeswehr-Lazarett in Kosovo ist nach Angaben der Nato am Donnerstag eine Roma-Frau ihren Schussverletzungen erlegen, die ihr nach Zeugenaussagen Schläger der Kosovo-Befreiungsarmee UCK in Prizren zugefügt hatten. Mit dem Ablauf der Frist für die Entmilitarisierung der UCK häufen sich Zwischenfälle mit Uniformierten. Die Friedenstruppe Kfor berichtete über eine Serie von Festnahmen nach Gewalttaten und Waffendelikten. Österreichische Gerichtsmediziner, die für das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag arbeiten, haben am Donnerstag ein Massengrab untersucht, in dem die Leichen von 22 Kosovo-Albanern vermutet werden. Sie sollen am 24. März von jugoslawischen Soldaten erschossen worden sein. Das Grab liegt in den Kacanik-Bergen nahe der Grenze zu Mazedonien.
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