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Afghanistan

UN beklagen Behandlung von Frauen durch Taliban

ISLAMABAD, 12. September (rtr). Die UN haben eine umfassende und systematische Diskriminierung von Frauen in Afghanistan durch die islamistische Taliban-Bewegung beklagt. Die UN-Sonderbeauftragte für Gewalt gegen Frauen, Radhika Coomaraswamy, sagte in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, die Rechte der Frauen würden in allen Bereichen verletzt. Diese offizielle Politik betreffe ihre Gesundheit und Ausbildung wie auch ihre Bewegungsfreiheit und ihre körperliche Unversehrtheit. Frauen würden zusammengeschlagen und öffentlich ausgepeitscht. Da sie nicht arbeiten dürften, nehme die Prostitution wie auch die Zahl der weiblichen Bettler zu.

Coomaraswamy hatte sich zuvor in Afghanistan und im benachbarten Pakistan mit Vertretern der Taliban, Behörden und weiblichen Flüchtlingen zusammengekommen. Die Gewalt gegen Frauen geschehe auf Befehl der religiösen Polizei der Taliban, der Abteilung für die Verbreitung der Tugend und der Unterdrückung des Lasters. Ihr Optimismus reiche nicht aus, um glauben zu können, dass sich die Lage für die Frauen in Afghanistan ändern werde, sagte Coomaraswamy in Islamabad.

 

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Copyright © Frankfurter Rundschau 1999
Dokument erstellt am 13.09.1999 um 20.45 Uhr
Erscheinungsdatum 14.09.1999

 

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