Neue Zürcher Zeitung AUSLAND Mittwoch, 26.07.2000 Nr.172 2
Bogotá, 25. Juli. (afp) In Kolumbien sind bei Zusammenstössen zwischen der grössten Guerillaorganisation, Farc, und Sicherheitskräften am Montag insgesamt mindestens 25 Personen getötet und 27 verletzt worden. In La Cruz im Grenzgebiet zu Ecuador wurden nach Polizeiangaben neun Polizisten erschossen. Sie seien in einen Hinterhalt der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) geraten. Bei dem Zusammenstoss seien auch mindestens zehn Guerilleros ums Leben gekommen. Bei Angriffen der Farc in Cerro Azul im Norden wurden zwei Soldaten getötet, wie das Radio unter Berufung auf die Behörden berichtete. Bei Gefechten in Sevilla im Südwesten des Landes starben laut einem Privatsender zwei Soldaten sowie zwei Guerilleros.
Die jüngsten Gefechte überschatten die Friedensgespräche, die seit Montag in Genf stattfinden. Dort bemühen sich Vertreter der zweitgrössten Guerilla Kolumbiens, der ELN, und der Regierung um Fortschritte im Friedensprozess. Die Farc ist bei den Gesprächen nicht vertreten. Die Farc und die Regierung von Präsident Pastrana verhandeln seit Oktober über ein Ende des andauernden Konfliktes zwischen linken Rebellen, rechten Paramilitärs und der Armee.
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