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Westliche Beobachter von Wahl in Jugoslawien ausgeschlossen Belgrad (AP) 10.09.2000 In unabhängigen Umfragen liegt der Oppositionskandidat für das Amt des Präsidenten, Vojislav Kostunica, mit mehr als zehn Prozentpunkten in Führung. Matic warf den Meinungsforschungsinstituten vor, einen «besonderen Krieg» gegen die Regierung von Milosevic zu führen. Ausländische Medien mit Vertretern in Belgrad bereiteten sich darauf vor, einen sicheren Sieg Milosevics zu diskreditieren. Matics Kritik richtete sich besonders gegen Journalisten der Berliner Tageszeitung «Die Welt» und des US-Senders ABC News. Der Anführer der Anhänger des jugoslawischen Präsidenten in der Teilrepublik Montenegro, Momir Bulatovic, sagte am Samstagabend, es werde keine Wahlbeobachter geben. Damit verstößt er gegen eine Vereinbarung zwischen den Gegner und Anhängern Milosevics, nach der die Regierung Montenegros Wahlurnen aufstellt, wenn die Abstimmung überwacht wird. Das Verhalten der Anhänger Milosevics zeige, «dass sie sich auf den größten Wahlbetrug in der Geschichte der Region vorbereiten», sagte Miodrag Vukovic von der Regierungspartei. «Milosevic ist bereit, alles zu tun, um eine Niederlage bei der Wahl zu verhindern.» Der griechische Außenminister Georgios Papandreou bezweifelte am Samstag, dass es bei der bevorstehenden Wahl in Jugoslawien fair zugehen werde. Die Signale aus Belgrad seien nicht ermutigend, sagte er dem Radiosender Flash. Papandreou hatte Milosevic am Donnerstag in Belgrad getroffen.
Peking (AP) 09.09.2000 In den vergangenen 14 Monaten hat die chinesische Führung ihr Vorgehen gegen religiöse Gemeinschaften intensiviert, in denen sie eine Bedrohung für den Staat sieht. Besonders betroffen ist die Meditationsbewegung Falun Gong.
Atambua/Genf (AP) 08.09.2000 Wie der UNHCR-Sprecher in der osttimoresischen Hauptstadt Dili, Bernard Kerblat, sagte, griffen Milizionäre am Donnerstag das rund 55 Kilometer südlich von Atambua gelegene Dorf Betun an. Unbestätigten Berichten zufolge wurden 20 Einwohner ermordet. Ein indonesischer Offizier sagte, 69 Häuser seien zerstört und etwa 100 Rinder abgeschlachtet worden. «Ich denke, es ist ganz offensichtlich, dass die indonesischen Behörden keine Kontrolle mehr über Westtimor haben», sagte ein Sprecher der UN-Friedenstruppen, Oberst Brynar Nymo, in Dili. Der indonesische Präsident Abdurrahman Wahid, der auf dem UN-Millenniumsgipfel in New York unter internationalen Druck geriet, versprach, hart gegen die Milizen vorzugehen. Die Morde bezeichnete Wahid als Versuch, ihn zu diskreditieren und seine demokratischen Reformen zum Scheitern zu bringen. Seit Mittwoch sind insgesamt 391 Mitarbeiter der UN und anderer internationaler Organisationen aus Westtimor evakuiert worden, wie UNHCR-Sprecher Ron Redmond am Freitag in Genf mitteilte. «Wir versuchen im Moment nur, mit dieser schrecklichen Situation fertig zu werden», sagte Redmond. Am Mittwoch hatten etwa 3.000 Menschen den Sitz des UNHCR in Atambua überfallen, drei UN-Mitarbeiter aus Puerto Rico, Äthiopien und Kroatien erschlagen und ihre Leichen vor dem Gebäude verbrannt. Redmond sagte, die Frage sei nicht wann, sondern ob das UN-Personal nach Westtimor zurückkehre. Mit dem Abzug der Helfer entfällt auch die internationale Unterstützung für rund 120.000 Flüchtlinge aus Osttimor, die in knapp 200 Lagern im Westen der geteilten Insel Zuflucht gefunden haben. «Das ist eine unserer Hauptsorgen, weil es sich um unschuldige Frauen, Kinder und ältere Menschen handelt - Menschen, die Hilfe brauchen», sagte Redmond. Die Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln sei aber gewährleistet. Unterdessen versammelten sich am Freitag etwa 1.000 Milizionäre in Uniformen auf der Beerdigung eines ihrer Kommandeure, der am Dienstag ermordet worden war. Der Tod des Mannes war vermutlich Auslöser für den Überfall auf das UNHCR-Büro. Außerhalb von Atambua errichteten bewaffnete Kämpfer Straßensperren und erpressten Geld und Zigaretten von Autofahrern.
Banja Luka (AP) 08.09.2000
Kabul (AP) 06.09.2000
Algier (AP) 06.09.2000 Die Sicherheitskräfte gehen zurzeit gegen Islamisten vor, die das Amnestieangebot von Präsident Abdelaziz Bouteflika nicht angenommen haben. Das Angebot hatte für Kämpfer gegolten, die ihre Waffen abgaben und nicht an Vergewaltigungen, Morden oder Bombenanschlägen beteiligt waren. Die Gewalt in Algerien war 1992 eskaliert, nachdem die Streitkräfte den Wahlsieg der Islamischen Heilsfront (FIS) nicht anerkannt hatten. Seitdem sind in dem nordafrikanischen Land etwa 100.000 Menschen getötet worden.
London (AP) 05.09.2000 Großbritannien hoffe und glaube, dass die Verhandlungen zur Freilassung der Verschleppten führen würden, hieß es weiter. Dennoch wolle die Regierung auf alles vorbereitet sein. Die sechs Soldaten gehörten einem Regiment an, das Rekruten der Regierungstruppen ausbildet. Die Regierung von Präsident Ahmed Tejan Kabbah und die Rebellen hatten im Mai 1999 ein Friedensabkommen unterzeichnet, die Kämpfe waren jedoch im vergangenen Mai wieder aufgeflammt.
Damaskus (AP) 31.08.2000 Obeidli sagte der Nachrichtenagentur AP, sein Sohn sei von einem «Mitglied der irakischen Intelligenz» getötet worden. Der Täter habe die deutsche Staatsbürgerschaft. «Er (Salah) wurde in erster Linie getötet, weil er mein Sohn und ein aktiver Gegner von Saddam war», sagte Obeidli. Er habe seinen Sohn schon vor dem mutmaßlichen Mörder gewarnt, der für seine engen Beziehungen mit der irakischen Führungselite bekannt sei. Die Nachricht von der Tat habe ihn nicht überrascht, so Obeidli. «Ich bin mir völlig bewusst darüber, dass dies eine an mich persönlich gerichtete Botschaft ist», sagte der Oppositionspolitiker. Obeidli war 1972 einer der ersten Dissidenten, die aus Irak nach Syrien flohen und sich dort dem Exilflügel der irakischen Baath-Partei anschlossen. Sein Sohn lebte bis 1990 in Syrien, wo er für die Zeitung der regierenden Baath-Partei arbeitete. Die Staatsanwaltschaft in Kassel bestätigte am Donnerstag gegenüber AP, dass der Ehemann des weiblichen Opfers in Untersuchungshaft sei und vernommen werde. Er soll seine Frau und deren Bekannten erschossen haben. Über das Tatmotiv bestehe noch keine Klarheit. Eine mögliche Beziehung zwischen den beiden Mordopfern könne nicht ausgeschlossen werden. Den Angaben zufolge bestreitet der Verdächtige die Tat. |
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