| Mittwoch, 18. Oktober 2000 4. Jahrgang |
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Blutige Welle des Terrors in AlgerienAlgier, 11. Okt. (Reuters) In Algerien sind nach Medienberichten vom Mittwoch bei der jüngsten Terrorwelle mindestens 25 Personen ums Leben gekommen. Eine Mutter und ihre fünf Kinder wurden am Dienstag mit durchschnittenen Kehlen in der Stadt Zemoura rund 300 Kilometer westlich von Algier gefunden, wie die Zeitung «Le Matin» berichtete. Der Vater habe einer regierungsnahen Bürgerwehr angehört und sei verschwunden. Einem Mädchen, das Rebellen zuvor aus der Stadt Talassa entführt hätten, sei ebenfalls die Kehle durchschnitten worden. In der Stadt Sidi Rachad töteten radikale Muslime drei Soldaten und in Laghouat nach einem falschen Alarm zwei Feuerwehrmänner. Die algerische Armee belagert nach einem Bericht der Tageszeitung «Watan» seit Sonntag ein Versteck von Rebellen in einem Wald rund 120 Kilometer südwestlich von Algier. Bei den Gefechten sind bisher dreizehn Rebellen getötet worden.
Neue Zürcher Zeitung, Ressort Ausland, 12. Oktober 2000, Nr.238, Seite 2 |
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