BERLIN taz
Im westafrikanischen Liberia, dessen Regierung seit August gegen aus dem nördlichen Nachbarland Guinea eingedrungene Rebellen kämpft, ist eine zweite Kriegsfront entstanden. Am Montagabend seien Rebellen aus Elfenbeinküste, Liberias östlichem Nachbarn, in Liberias Nordprovinz Nimba eingedrungen, sagte das Verteidigungsministerium nach einer Meldung des BBC-Rundfunks. Vor wenigen Wochen hatte Liberias Präsident Charles Taylor den Sieg über die anderen, in Guinea basierten Rebellen verkündet. Taylor wird von den USA und Großbritannien heftig wegen seiner Unterstützung für Rebellen in Sierra Leone und Guinea kritisiert und sieht sich als Opfer einer Destabilisierung seitens dieser beiden Großmächte. Zur Elfenbeinküste unterhielt er bis zum Sturz des dortigen Militärherrschers Robert Guei im Oktober gute Beziehungen. D.J.
taz Nr. 6304 vom 23.11.2000, Seite 10, 30 Zeilen TAZ-Bericht D.J.
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