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Proteste gegen Präsident Alijew in AserbeidschanBaku, 19. Nov. (afp) In Aserbeidschan haben am Samstag Tausende von Personen gegen die ihrer Ansicht nach gefälschten Ergebnisse der Parlamentswahlen protestiert und den Rücktritt von Präsident Alijew gefordert. In der Hauptstadt Baku marschierten die Demonstranten friedlich durch die Strassen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. In Scheki imNordosten des Landes kam es dagegen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen mehrerenhundert Kundgebungsteilnehmern und der Polizei. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das aserbeidschanische Innenministerium. Demnach warfen die Demonstranten in Scheki Molotowcocktails und versuchten, eine Polizeidienststelle in einem Verwaltungsgebäude zu stürmen. Mehrere Demonstranten seien festgenommen worden. Aufgerufen zu den Demonstrationen hatte die Opposition. Sie verlangt die Annullierung der Wahlen von Anfang November. «Das Volk hat seinen Widerstand gegen die Clique an der Macht deutlich gezeigt. Das sind Kriminelle», sagte der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Sardar Dschalaloglu, in Baku. Die Partei Alijews beansprucht den Sieg für sich. Die OSZE und derEuroparat hatten massive Wahlfälschungen festgestellt. Vor allem bei der Auszählung der Stimmen habe es schwere Unregelmässigkeiten gegeben. Westliche Beobachter hätten zahlreiche Einschüchterungsversuche, Stimmenkauf und Manipulation der Wahlbeteiligung festgestellt. |
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20. November 2000 Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: Copyright © 2000 Neue Zürcher Zeitung AG |