Härtere Strafen nach Protesten

KIEW/MOSKAU dpa Nach den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten am Wochenende in Kiew hat der ukrainische Geheimdienst harte Strafen gegen Gewalttäter angekündigt. Laut dem Leiter der Fahndungsabteilung, Wladimir Pristajko, gebe es genug Beweise für Verfahren gegen Demonstranten wegen "Verbrechen gegen den Staat". Bei den Kundgebungen von mehreren tausend Gegnern von Präsident Leonid Kutschma waren am Samstag etwa 100 Menschen, darunter 34 Polizisten, verletzt worden. Dutzende Demonstranten hatten die Polizei mit Eisenstangen angegriffen. Ein härteres Vorgehen der Polizei bei Krawallen drohte das Innenministerium an.Von den mehr als 200 Festgenommenen sei ein Teil verwarnt und freigelassen worden, einige müssten eine Strafe absitzen. Weitere Kundgebungen wurden angekündigt.

taz Nr. 6395 vom 13.3.2001, Seite 9, 30 Zeilen Agentur

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