Iran: Hojjatoleslam Hasan Yousefi Eshkevari, 50-jähriger Journalist und Wissenschaftler Ahmad Zeidabadi, Journalist Massoud Behnud, 55-jähriger Journalist sowie 20 bis 30 Anhänger der "Iranischen Freiheitsbewegung" (Nehzat-e Azadi-ye Iran), darunter: Hoda Saber, Alireza Alijani, Mohammad Mohammadi (Gorgani), Ali Mohammadi (Gorgani), Nezamoddin Ghahari, Mohammad Mohamadi Ardehali, Alireza Radjaie, Massod Pedram, Naser Hashemi (Mohammad Ali Hashemi), Dr. Reza Reissi-Toosi, Dr. Hossein Rafiee, Dr. Mohammad Maleki, Dr. Habibollah Peyman, seine Ehefrau Marziyeh Mortazi Langaroudi, Morteza Kazemiyan, Mohammad Basteh-Negar, Taghi Rahmani, Said Madani, Mahmood Emrani, Frau Fatemeh Govaraee, Bahman Rezakhani, Hamid Zeidabadi und Mehdi Ghani
Der Journalist Ahmad Zeidabadi wurde Berichten zufolge zunächst freigelassen, dann aber zusammen mit 20 bis 30 Anhängern und Mitgliedern "Iranischen Freiheitsbewegung" (Nehzat-e Azadi-ye Iran) erneut festgenommen. Es wird befürchtet, dass man ihnen allen den Kontakt zur Außenwelt verwehrt. Ihre Familienangehörigen haben sich an die Abteilung 26 des Revolutionsgerichts gewandt, aber ihr Antrag auf Besuchserlaubnis wurde abgelehnt.
Wie es heißt, hatte man Ahmad Zeidabadi am 28. Februar 2001 gegen Zahlung einer Kaution von umgerechnet etwa 140.000 DM aus dem Teheraner Evin-Gefängnis entlassen, wo er seit August vergangenen Jahres in Haft war und zwei Monate im Trakt 240 in Einzelhaft verbringen musste. Später wurde er in den "Qarantina"-Trakt verlegt, wo hauptsächlich Drogenschmuggler und Diebe einsitzen. Danach brachte man ihn in den "Ausbildungszentrum" (Amuzeshgah) genanten Trakt 3 und schließlich in den Trakt 5. Aus Protest gegen die Haftbedingungen war er für zwölf Tage in den Hungerstreik getreten. Nach seiner Freilassung wurde der Journalist am 11. März 2001 erneut in Haft genommen.
Am 21. Februar 2001 hat man in einer Anhörung die Anklagepunkte der "Beleidigung und Verleumdung der Behörden" (toheen va ahanet be masoul'an), "Verbreitung von Lügen" (nashr-e akazib), "Störung der öffentlichen Meinung" (tashvish-e azhan-e 'omumi) und des "Angriffs auf die nationale Sicherheit" (bar ham zadan-e amniyat-e milli) gegen Ahmad Zeidabadi verlesen. Es wird erwartet, dass der Angeklagte und sein Anwalt in Kürze ihre Verteidigung vortragen werden.
Massoud Behnoud, der an einem Magengeschwür und Herzbeschwerden leidet, soll im Dezember vergangenen Jahres nach etwa vier Monaten Haft gegen Kaution freigelassen worden sein, bis über sein Rechtsmittel entschieden wurde. Pressemeldungen vom 28. Februar 2001 zufolge hat man ihn zu 19 Monaten und einer Geldbuße von 20 Millionen Riyal (etwa 23.000 DM) verurteilt. Dem Vernehmen nach befand man ihn der "Verbreitung von Lügen", der "Beleidigung von Regierungsbeamten" sowie der Delikte im Zusammenhang mit der öffentlichen Moral und Alkoholkonsum für schuldig.
Das Urteil gegen Hojjatoleslam Hasan Yousefi Eshkevari muss noch verkündet werden. Er soll jedoch bereits der "Handlungen gegen die nationale Sicherheit", der "Verleumdung von Regierungsbeamten in veröffentlichten Artikeln" und der "Abkehr vom islamischen Glauben" für schuldig befunden worden sein. Der letzte Anklagepunkt bezieht sich auf Reden, die er im vergangenen Jahr auf einer Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin gehalten hatte, sowie auf Artikel in inzwischen verbotenen Tageszeitungen. Pressemeldungen vom November 2000 zufolge wurde er auf Anordnung des Sondergerichts für die Geistlichkeit in das Evin-Gefängnis eingewiesen. Offenbar sollte am 26. November 2000 eine Anhörung bezüglich seines Rechtsmittels stattfinden, deren Ergebnis sich jedoch der Kenntnis von amnesty international entzieht.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Immer mehr Menschen befinden sich ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft, darunter die Journalisten Hoda Saber und Alireza Alijani, die etwa vor einem Monat inhaftiert wurden und weder Zugang zu ihren Familieangehörigen noch zu einem Rechtsbeistand haben. Zusammen mit Ahmad Zeidabadi wurden am 11. März 2001 Berichten zufolge folgende Personen festgenommen: Mohammad Mohammadi (Gorgani), Ali Mohammadi (Gorgani), Nezamoddin Ghahari, Mohammad Mohamadi Ardehali, Alireza Radjaie, Massod Pedram, Naser Hashemi (Mohammad Ali Hashemi), Dr. Reza Reissi-Toosi, Dr. Hossein Rafiee, Dr. Mohammad Maleki, Dr. Habibollah Peyman; Frau Marziyeh Mortazi Langaroudi, Morteza Kazemiyan, Mohammad Basteh-Negar, Taghi Rahmani, Said Madani, Mahmood Emrani, Frau Fatemeh Govaraee, Bahman Rezakhani, Hamid Zeidabadi und Mehdi Ghani.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte weitere Telefaxe oder Luftpostbriefe, in denen Sie:
APPELLE AN:
His Excellency Ayatollah Sayed 'Ali Khamenei, Leader of the Islamic Republic, The Presidency, Palestine Avenue, Azerbaijan Intersection, Tehran, ISLAMISCHE REPUBLIK IRAN (Religionsführer - korrekte englische Anrede: Your Excellency) Telefax: (00 98) 21-879 6671 (über das Büro der obersten Justizautorität: "Please forward to...")
His Excellency Hojjatoleslam val Moslemin Sayed Mohammad Khatami, President of the Islamic Republic of Iran, The Presidency, Palestine Avenue, Azerbaijan Intersection, Tehran, ISLAMISCHE REPUBLIK IRAN (Staatspräsident - korrekte Anrede: Your Excellency) Telefax: (00 98) 21-879 6671 (über das Büro der obersten Justizautorität: "Please forward to...")
His Excellency Ayatollah Mahmoud Hashemi-Shahrudi, Head of the Judiciary, Ministry of Justice, Park-e Shahr, Tehran, ISLAMISCHE REPUBLIK IRAN (oberste Justizautorität - korrekte Anrede: Your Excellency) Telefax: (00 98) 21-879 6671
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