Sprach- und Integrationskurse

Integrationskurse bestehen aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs, in dem Wissen zur deutschen Rechtsordnung, Geschichte und Kultur vermittelt wird.

Je nach Aufenthaltstitel besteht für viele anerkannte Schutzberechtigte ein Anspruch auf die einmalige Teilnahme an einem Integrationskurs (siehe § 44 AufenthG). Daneben können mittlerweile auch Personen mit Aufenthaltsgestattung, die sich noch im Asylverfahren befinden, zu Integrationskursen zugelassen werden, sofern freie Plätze zur Verfügung stehen. Dies gilt jedoch nur unter der Maßgabe, dass „ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten“ ist, was momentan für Personen aus Syrien, Eritrea, Somalia, Irak und Iran angenommen wird.

Auch Menschen mit Duldung können einen Integrationskurs besuchen, sofern freie Plätze zur Verfügung bestehen. Allerdings gilt dies nur für die sogenannte Ermessensduldung (siehe § 60a Abs. 2 Satz 3 AufenthG), die nur einen kleinen Anteil der insgesamt in Deutschland Geduldeten betrifft.

Neben dem Anspruch besteht auch eine Pflicht zur Teilnahme, insbesondere, wenn sich die entsprechenden Personen gar nicht in deutscher Sprache verständigen können oder in besonderer Weise integrationsbedürftig sind (siehe § 44a AufenthG).

Materialien

  • Übersicht zur Sprachförderung für Asylsuchende und Geduldete (Stand: Juli 2017).
  • Beitrag im Asylmagazin von Johanna Mantel und Melina Lehrian: Neuerungen durch das Integrationsgesetz (Stand: September 2016).

Links

  • Link zur Webseite des Goethe-Instituts mit Selbstlernkursen, Sprechübungen und Videos.
  • Link zum kostenfreien Online-Lernportal „Ich will Deutsch lernen“ des deutschen Volkshochschul-Verbands.
  • Link zur Webseite des BAMF zu den Integrationskursen mit relevanten Informationen sowie Anträgen und Formularen.