Doppelte Staatsbürgerschaft durch Einbürgerung

Bei der Einbürgerung muss grundsätzlich die frühere Staatsangehörigkeit aufgegeben werden. Davon gibt es jedoch Ausnahmen, wenn die Aufgabe der Staatsangehörigkeit rechtlich oder faktisch nicht möglich oder unzumutbar ist. Dies kann der Fall sein, wenn sie vom Herkunftsstaat unverhältnismäßig erschwert, verzögert oder an unzumutbare Bedingungen geknüpft wird (siehe § 12 StAG). Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge sowie Bürgerinnen und Bürger von Mitgliedstaaten der Europäischen Union brauchen ihre frühere Staatsangehörigkeit grundsätzlich nicht abzulegen.

Materialien

  • Leitfaden der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration „Deutsches Staatsangehörigkeitsrecht“ (Stand: Dezember 2014).
  • Informationsbroschüre der Integrationsbeauftragten des Bunds „Wege zur Einbürgerung“ (Stand: Februar 2014).
  • Beitrag im Asylmagazin von Mecbure Pesenoglu und Martin Weimann: Einbürgerung in Deutschland – Entwicklung und Bedeutung für die Beratungspraxis (Stand: September 2013).
  • weitere Materialien

Links

  • Link zu Informationen der GGUA Flüchtlingshilfe zum Einbürgerungstest.
  • Link zur Webseite des Auswärtigen Amtes zum Staatsangehörigkeitsrecht mit weiterführenden Links und Informationen.