Status von Spätaussiedler*innen

Spätaussiedler*innen sind Angehörige der deutschen Minderheit in Ost- und Südosteuropa. Der Zuzug  erfolgt heute ausschließlich aus den Nachfolgestaaten der UdSSR.

Spätaussiedler*innen sind nach Art. 116 Abs. 1 GG Deutsche. Sie haben daher einen Anspruch auf Aufnahme in Deutschland und Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit (siehe § 7 StAG). Dies wird damit begründet, dass sie wegen ihrer deutschen Abstammung von den Spätfolgen des Zweiten Weltkriegs betroffen sind, z.B. von Folgen der Deportationen während des Krieges sowie danach von Ausgrenzung und Diskriminierung. Ihre Rechte sind durch das Bundesvertriebenengesetz geregelt. Die für das förmliche Aufnahmeverfahren zuständige Behörde ist das Bundesverwaltungsamt. Der Antrag auf Aufnahme ist vor der Einreise nach Deutschland zu stellen. Die Einreise nach Deutschland ist außer in besonderen Härtefällen erst nach Erteilung des Aufnahmebescheides möglich. 

Auch Familienangehörige, die nicht selbst die Spätaussiedlereigenschaft besitzen, können in den Aufnahmebescheid einbezogen werden, sofern sie die Voraussetzungen des Bundesvertriebenengesetzes erfüllen. Die Prüfung obliegt auch hier dem Bundesverwaltungsamt.

Stand Dezember 2020

Materialien

  • Leitfaden der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration „Deutsches Staatsangehörigkeitsrecht“ (Stand: Dezember 2014).
  • Beitrag im Asylmagazin von Mecbure Pesenoglu und Martin Weimann: Einbürgerung in Deutschland – Entwicklung und Bedeutung für die Beratungspraxis (Stand: September 2013).
  • weitere Materialien

Links

  • Link zur Webseite des Bundesverwaltungsamts mit ausführlichen Informationen für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler.
  • Link zur Webseite des Deutschen Roten Kreuz Suchdienstes zur Familienzusammenführung von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern.

Bitte beachten:

Aufgrund vielfältiger Gesetzesänderungen können einzelne Arbeitshilfen in Teilen nicht mehr aktuell sein. Wir bemühen uns, so schnell wie möglich eine aktualisierte Version zu verlinken. Bis dahin bitten wir Sie, auf das Datum der Publikation zu achten und zu überprüfen, ob die Informationen noch korrekt sind.