Handreichung zu aufenthaltsrechtlichen Perspektiven nach der "Weiterwanderung" von Flüchtlingen

Broschüre des Paritätischen zum Thema "Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge" (Dezember 2018)

Beratungsstellen werden zunehmend mit der Frage nach der Möglichkeit der "Weiterwanderung" von Personen konfrontiert, die in einem anderen EU-Staat als Flüchtlinge anerkannt wurden und nun nach Deutschland umziehen wollen. Ihre Möglichkeiten, sich dauerhaft in Deutschland niederzulassen, sind stark eingeschränkt, in bestimmten Fällen kann die Erteilung eines Aufenthaltstitels aber durchaus infrage kommen. Die vorliegende Broschüre des Paritätischen gibt einen Überblick zu den rechtlichen Voraussetzungen und den Hindernissen für die sogenannte Weiterwanderung. 

Zum Hintergrund: Im Unterschied zu EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern, die sich im Gebiet der Union weitgehend frei bewegen und aufhalten dürfen, ist die Bewegungfreiheit und die Freizügigkeit sogenannter Drittstaatsangehöriger (Personen aus einem Land außerhalb der EU) erheblichen Einschränkungen unterworfen. Dies gilt auch dann, wenn sie als anerkannte Flüchtlinge oder aus anderen Gründen einen Aufenthaltstitel eines EU-Mitgliedstaates erworben haben. Dieser ermöglicht ihnen in der Regel zwar, innerhalb der EU zu reisen, die Weiterwanderung in ein anderes EU-Land ist aber nur unter eng begrenzten Voraussetzungen möglich. Dennoch ist der Aufenthalt in Deutschland auch nicht in allen Fällen automatisch als "irregulär" anzusehen.

Die Broschüre informiert über Voraussetzungen der Aufenthaltssicherung etwa für Personen, die den Status von "langfristig Aufenthaltsberechtigten" erworben haben oder die zu Ausbildungs- und Studienzwecken nach Deutschland kommen wollen. Daneben wird auch kurz auf die Frage eingegangen, ob Asylanträge von Betroffenen möglich und sinnvoll sind.

Autor der Handreichung ist Claudius Voigt (Projekt Q – Qualifizierung der Flüchtlingsberatung bei der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender, Münster).


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