Der Beratungsleitfaden von Maren Gag und Barbara Weiser richtet sich an Beratende, die mit dem Thema Behinderung im Kontext Flucht & Migration konfrontiert sind.
Der Leitfaden soll Beratenden den Einstieg in die komplexe Thematik erleichtern. Da sozialrechtliche Leistungen für ausländische Staatsangehörige mit einer Behinderung an der Schnittstelle des Aufenthalts- und des Rehabilitationsrechts geregelt werden, sind hierfür Kenntnisse aus beiden Rechtsgebieten erforderlich. Mithilfe des Leitfadens können Beratende prüfen, welche Zugänge zu behinderungsspezifischen Sozialleistungen aus den Bereichen Gesundheitsversorgung, Teilhabe an Bildung und am Arbeitsleben sowie Pflege bestehen, welche Sozialleistungsträger bei welchem Aufenthaltspapier zuständig sind und welche Möglichkeiten bei einer Schwerbehinderung vorliegen. Vor allem die Umsetzung der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) hat eine weitere Aktualisierung des Leitfadens erforderlich gemacht.
Die einzelnen Abschnitte des Leitfadens behandeln diese Themen:
- Diverse Migrant*innengruppen – verschiedene Aufenthaltspapiere, gewöhnlicher Aufenthalt und höherrangiges Recht
- Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
- Gesundheitsversorgung – Medizinische Rehabilitation
- Teilhabe am Arbeitsleben
- Soziale Teilhabe sowie Teilhabe an Bildung
- Pflege
- Feststellung einer Schwerbehinderung
- Wie lassen sich die Rechte der Betroffenen durchsetzen?
In den Kapiteln 3 bis 6 wird jeweils beschrieben, welche behinderungsspezifischen Leistungen Betroffene erhalten können, wobei in der Darstellung jeweils die folgenden Schritte durchlaufen werden:
- Welche konkrete Leistung wird benötigt?
- Zu welcher Migrant*innengruppe gehören die Ratsuchenden?
- Welcher Träger ist für die Erbringung der konkreten Sozialleistung zuständig?
Stand der überarbeiteten 5. Auflage: September 2026













