VG Göttingen

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Zitieren als:
VG Göttingen, Urteil vom 12.11.2020 - 2 A 918/17 - asyl.net: M29289
https://www.asyl.net/rsdb/m29289
Leitsatz:

Keine Flüchtlingsanerkennung für homosexuellen Mann aus Nepal:

Nepal hat eine der liberalsten LGBT-Gesetzgebungen der Welt. Auch wenn Homosexuelle mitunter noch diskriminiert und ausgegrenzt werden, wächst doch die Akzeptanz der Homosexualität in der Bevölkerung, insbesondere in größeren Städten.

(Leitsätze der Redaktion)

Schlagwörter: Nepal, homosexuell, sexuelle Orientierung, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Rechtsmittelbelehrung, Klagefrist,
Normen: AsylG § 3, VwGO § 58 Abs. 2, VwGO § 60,
Auszüge:

[...]

Auch wenn die Homosexualität in Nepal in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht vollständig akzeptiert ist und es Fälle von Ausgrenzung und Ungleichbehandlung gibt, gingen nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen (LGBTI-Personen) einsetzen, die Schikanierung und der Missbrauch von LGBTI-Personen durch Privatpersonen und Regierungsbeamte im Laufe des Jahres zurück, insbesondere in städtischen Gebieten, obwohl solche Vorfälle immer noch vorkommen (vgl. Jahresbericht zur Menschenrechtslage im Jahr 2019, Land: Nepal, USDOS - US Department of State, 11. März 2020). Die Verfassung in Nepal enthält zudem Bestimmungen zum Schutz von LGBTI-Personen, so dass aufgrund der damit zum Ausdruck kommenden staatlichen Haltung davon auszugehen ist, dass dem Kläger im Falle seiner Rückkehr auch staatlicher Schutz zur Seite steht. [...]