Verlust der Staatsangehörigkeit

Grundsätzlich erlischt die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch bei Erwerb einer anderen Staatsangehörigkeit (siehe § 25 StAG). Dies gilt nur dann nicht, wenn es sich dabei um die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates, der Schweiz oder eines Landes handelt, mit dem Deutschland diesbezüglich völkerrechtliche Absprachen getroffen hat, oder wenn zuvor die schriftliche Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit eingeholt wurde.

Die deutsche Staatsbürgerschaft kann daneben durch Rücknahme der Einbürgerung erlöschen, falls diese etwa durch falsche Angaben erschlichen oder durch Drohung oder Bestechung erlangt wurde (siehe § 35 StAG).

Materialien

  • Leitfaden der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration „Deutsches Staatsangehörigkeitsrecht“ (Stand: Dezember 2014).
  • Beitrag im Asylmagazin von Dirk Siegfried: »Gedenke Deiner Ahnen« – Zum Beschluss des BVerfG vom 17.12.2013 zur behördlichen Vaterschaftsanfechtung (Stand: März 2014).
  • Informationsbroschüre der Integrationsbeauftragten des Bunds „Wege zur Einbürgerung“ (Stand: Februar 2014).
  • Beitrag im Asylmagazin von Mecbure Pesenoglu und Martin Weimann: Einbürgerung in Deutschland – Entwicklung und Bedeutung für die Beratungspraxis (Stand: September 2013).
  • weitere Materialien

Links

  • Link zur Webseite des Auswärtigen Amtes zum Staatsangehörigkeitsrecht mit weiterführenden Links und Informationen.