Neustart im Team (NesT) war ein zusätzliches humanitäres Aufnahmeprogramm der Bundesregierung für 500 besonders schutzbedürftige Geflüchtete, die sich in den Erstzufluchtsstaaten Ägypten, Jordanien, Kenia, Libanon und Niger aufhalten. Die in Frage kommenden Personen werden vom UNHCR vorgeschlagen.
Die Aufnahme der Geflüchteten war an die Unterstützung durch Mentoring-Gruppen aus jeweils mindestens vier Personen gebunden, die Wohnraum zur Verfügung stellen und die neu eingereisten Menschen unterstützen. Das BAMF prüfte Anträge von Mentoring-Gruppen und brachte im Rahmen eines sogenannten „Matching“-Verfahrens vom UNHCR vorgeschlagenen Geflüchtete mit einer Mentoring-Gruppen zusammen. Berücksichtigt wurden dabei Faktoren wie die Größe der aufzunehmenden Familie und die Größe des Wohnraums, den die Mentor*innen zur Verfügung stellen. Auch die Erfüllung besonderer Bedarfe der Geflüchteten (z.B. gesundheitliche Bedarfe, Barrierefreiheit des Wohnraums) wurden geprüft. Die Mentor*innen durften die aufzunehmende(n) Person(en) nicht selbst bestimmen.
Die aufgenommenen Personen konnten sicher und legal mit einem Visum nach Deutschland einreisen und erhielten einen Aufenthaltstitel nach § 23 Abs. 4 AufenthG, zunächst für drei Jahre. Das Programm ist Ende 2025 ausgelaufen (siehe auch Meldung auf asyl.net vom 4.12.2025).
Stand: Januar 2026
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