Dublin-Verfahren

Bevor das BAMF den Asylantrag inhaltlich prüft, wird das sogenannte Dublin-Verfahren durchgeführt. Im Rahmen dessen wird ermittelt, ob Deutschland überhaupt für die Prüfung des Asylantrags der betreffenden Person zuständig ist und nicht ein anderer Mitgliedstaat der Dublin-Verordnung.

Bei Personen, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, aber bereits internationalen Schutz in einem anderen EU-Staat erhalten haben, ist die Dublin-Verordnung nicht anwendbar. Auch bei diesen sogenannten Anerkannten wird jedoch meist zunächst ein Dublin-Verfahren eingeleitet, da die Schutzzuerkennung im anderen EU-Staat häufig erst hierdurch festgestellt wird.

Das Dublin-Verfahren ist kein gesondertes Verfahren, sondern Bestandteil des Asylverfahrens. Einzelheiten hierzu finden sich unter dem Punkt Dublin-Verfahren im Abschnitt Dublin-Verfahren und Schutz in EU-Staat.

Materialien

  • Arbeitshilfe „Grundlagen des Asylverfahrens“ des Paritätischen Gesamtverbands (Stand: Dezember 2016).
  • Beitrag zur Neuregelung der Ablehnungen als unzulässig von Maria Bethke und Stephan Hocks im Asylmagazin 10/2016.
  • Basisinformationen Nr. 2 „Das Dublin-Verfahren“ (Stand: September 2015).
  • DAV-Merkblatt zum persönlichen Gespräch im Dublin-Verfahren von RA Rolf Stahmann (Stand: Dezember 2014).
  • Informationsblätter des Flüchtlingsrates Brandenburg über das Dublin Verfahren in Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch (Stand: August 2014)
  • weitere Materialien

Links

  • Link zur Webseite familie.asyl.net mit Informationen zur Familienzusammenführung im Rahmen des Dublin-Verfahrens.
  • Link zur Webseite der Initiative „Welcome to Europe“ mit englischsprachigen Informationen zu Dublin III.