Familienschutz

Bestimmte Familienangehörige von Personen mit Asylberechtigung oder internationalem Schutz können unter den Voraussetzungen des § 26 AsylG einen abgeleiteten Schutzstatus erhalten. Dann spricht man vom Familienasyl bzw. Familienschutz.

Nach § 26 AsylG kann Ehegattinnen und Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner, Eltern oder Sorgeberechtigten, minderjährigen Kindern und Geschwistern von sogenannten Stammberechtigten (die unanfechtbar als Asylberechtigte, GFK-Flüchtlinge oder subsidiär Schutzberechtigte anerkannt worden sind) Familienasyl gewährt werden. Das heißt, dass dem Familienmitglied der gleiche Schutzstatus zugesprochen wird wie der stammberechtigten Person, ohne dass eine eigene Prüfung der Fluchtgründe des Familienmitglieds erfolgt.

Die Anerkennung der Familienangehörigen ist in diesen Fällen nur ein Annex zum Recht der stammberechtigten Person und endet, wenn der Schutzstatus der stammberechtigten Person erlischt oder widerrufen oder zurückgenommen wird. Diese Regelung gilt nicht für Personen, bei denen im Asylverfahren lediglich nationale Abschiebungsverbote festgestellt wurden.

Außerdem ist Voraussetzung, dass die Familienangehörigen bereits in Deutschland sind und bei Asylantragstellung den Familienschutz beantragen. Befinden sich die Familienangehörigen dagegen noch außerhalb Deutschlands, so bestehen für ihren Nachzug folgende Optionen:

Materialien

Links

  • Link zur Webseite familie.asyl.net mit umfassenden Informationen zur Familienzusammenführung.