Visum

Ein Visum ist die Bestätigung eines Landes, dass Einreise, Durchreise und Aufenthalt der Passinhaberin oder des Passinhabers erlaubt sind. Das Verfahren und die Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums sind maßgeblich in dem sogenannten Visakodex geregelt (siehe § 6 AufenthG). Das Visum für die Einreise nach Deutschland wird von der deutschen Auslandsvertretung ausgestellt. In bestimmten Fällen muss zudem die Ausländerbehörde beteiligt werden, etwa bei längerem Aufenthalt oder für Staatsangehörige bestimmter Staaten.

EU-Bürgerinnen und –bürger sowie Staatsangehörige Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz, Australiens, Israels, Neuseelands, Kanadas sowie der USA benötigen unabhängig von der geplanten Dauer und dem Zweck ihres Aufenthalts kein Visum zur Einreise. Daneben benötigen Staatsangehörige vieler Staaten für einen zeitlich beschränkten Touristenaufenthalt ebenfalls kein Visum. Visa für Touristen- oder Besuchsaufenthalte werden in der Regel als sogenannte Schengen-Visa erteilt, was bedeutet, dass sie nicht nur für das Bundesgebiet, sondern für das gesamte Schengen-Gebiet gelten (siehe § 6 Abs. 2 AufenthG). Ist dagegen von vornherein ein längerer Aufenthalt beabsichtigt z.B. zur Arbeitsaufnahme oder im Rahmen des Familiennachzugs, so werden sogenannte nationale Visa erteilt (siehe § 6 Abs. 3 AufenthG).

Materialien

  • Fachinformationen der GGUA Flüchtlingshilfe  zum Asyl- und Aufenthaltsrecht (Stand: August 2017).
  • Übersicht von Rolf Stahmann zum Visumsverfahren zum vorübergehenden Aufenthalt (Stand: Oktober 2012).